Estragon erinnert in seinem Geschmack an Anis und Basilikum und duftet zuweilen etwas nach Kiefernnadeln, Anis oder Fenchel. Die bevorzugte kulinarische Qualität des Estragons ist der sogenannte „Französische Estragon“, der lieblicher schmeckt als der „Deutsche“ oder „Thüringische Estragon“ und lange nicht so derb wie der „Russische Estragon“ ist, dem hellere und gröbere Blätter wachsen. Dabei handelt es sich übrigens um Bezeichnungen für Sorten und es dient nicht unbedingt die Herkunft als Namensgeber. Wir sind stets bemüht, den lieblichsten Estragon in unseren Topf oder die Tüte zu füllen.
Der „Französische Estragon“ ist, wie der Name schon sagt, unverzichtbar in der französischen Küche. Er würzt Geflügel, Fisch und Eiergerichte und verleiht behutsam verwendet so manchem Blattsalat den letzten Schliff. Estragon macht sich außerordentlich gut in Marinaden für Fleisch- und Wildgerichte und passt sehr gut zu in Öl eingelegtem Feta. Das beliebte „Estragonhuhn“ sollte jeder gute Koch beherrschen.
Estragon ist unverzichtbar in „Fines Herbes“ und anderen Kräutermischungen, Sauce béarnaise und zu Tartare.
Ein kleiner Tipp: Zu Tomaten schmeckt Estragon fast ebenso gut wie Basilikum und kann hin und wieder für eine nette Abwechslung sorgen.